Stressbedingter Haarausfall

Die Kopfhaare stellen für die meisten Menschen ein wichtiges Identifikations- und Attraktivitätsmerkmal dar. Umso schlimmer also, wenn man mit fortschreitendem Haarausfall zu kämpfen hat. Bei einem großen Teil der betroffenen Personen ist der Haarausfall stressbedingt. Psychische Belastungen schlagen sich nicht selten in schütter werdendem Haar nieder.

Besonders bei diffusem Haarausfall vermuten Forscher einen psychischen Hintergrund. Im Test mit Mäusen hat sich hier etwa gezeigt, dass auch diese bei starkem emotionalen Stress zu Haarausfall neigen. Dabei wird die Phase des Haarwachstums verkürzt und es kommt gehäuft zu Entzündungen an den Haarwurzeln. Beim Menschen könnte dies ähnlich verlaufen.

Viele Psychologen sind der Auffassung, dass Haarausfall eine Folge von länger unterdrückten seelischen Konflikten ist. Wichtig ist, dass ein solcher psychisch bedingter Haarausfall auch nicht mit herkömmlichen Methoden behandelt werden kann, schließlich handelt es sich hierbei ja lediglich um ein Symptom und nicht um die Krankheit selbst. Für Betroffene mag dies zunächst ernüchternd klingen, allerdings bietet stressbedingter Haarausfall auch eine Reihe von Chancen. So besteht die berechtigte Hoffnung diesen zu stoppen, wenn der Stress abgebaut bzw. der innere Grundkonflikt gelöst werden kann. Gerade bei manisch-depressiven Menschen gehen Zeiten der Depression oft mit stark erhöhtem Haarausfall einher.

Für viele Betroffene mag der Ratschlag bei beginnendem Haarausfall zum Psychotherapeuten zu gehen etwas sinnwidrig erscheinen, tatsächlich lässt sich diesem aber gerade durch eine Psychotherapie und einer Stressreduzierung Einhalt gebieten. Selbst wenn dem Haarausfall tatsächlich ein organisches Leiden zu Grunde liegt, können stressreduzierende Maßnahmen oder die Konsultierung eines Psychotherapeuten helfen, denn beginnender Haarausfall führt fasst zwangsläufig zu Sorgen und Stress, welcher den Haarausfall oft noch zusätzlich beschleunigt.