Sind Tiere der Schlüssel in der Behandlung vom Haarausfall beim Mann?

Wissenschaftler der University of Southern California haben herausgefunden, dass für den Haarausfall beim Mann Hormone verantwortlich sind, die nicht nur in den Haarfollikeln selbst, sondern auch in dem Gewebe rund um die Follikel vorkommen. Die Forscher sehen darin eine Gemeinsamkeit zwischen menschlichem Haarausfall und dem Fellwechsel, der bei Tieren mit Winter- und Sommerfell vorkommen.

Der Leiter der Studie, Cheng-Ming Chuong, erklärt die Ergebnisse der Studie gegenüber dem amerikanischen Nachrichtensender ABC News so: “Stammzellen in den Haarfollikeln sammeln nicht nur Informationen innerhalb der Zelle selbst, sondern auch aus dem umliegenden Gewebe.”

Die Forscher untersuchten die Wachstumsmuster der Haare bei den Tieren und fanden heraus, dass das Haarwachstum durch die Hormone in der Haut UND durch Signale aus dem Inneren des Körpers gesteuert wird.

Tiere HaarausfallRecherchen von ABC News zufolge fanden bereits frühere Studien einen Zusammenhang zwischen androgenem Haarausfall und Stammzellen, aber erst die Studie von Chuongs Team legte den Fokus auf das Gewebe rund um die Haarfollikel.

Eine Studie von Januar 2011 fand heraus, dass Stammzellen akiviert und zur Bildung von neuen Zellen angeregt werden können, um neues Haarwachstum zu erzeugen.

Frühere Studien stützen die Annahme von Chuong, dass eine erfolgreiche Haarausfall Behandlung neben den Haarfollikeln selbst auch das Gewebe rund um die Follikel umfassen muss.

Die einzigen Wirkstoffe gegen androgenen Haarausfall, die zur Zeit auf dem Markt zugelassen sind, sind Minoxidil und Finasterid, die unter den Markennamen Rogaine und Propecia vertrieben werden. Chirurgische Haartransplantationen, bei denen Follikel von einer dicht bewachsenen Stelle an die kahle Stelle verpflanzt werden, sind ein anderes Mittel gegen Haarausfall, dass allerdings aufgrund der hohen Kosten für die meisten Betroffenen nicht in Frage kommt.