Rauchen und Haarausfall – gibt es einen Zusammenhang?

Studien haben gezeigt, dass es einen Zusammenhang zwischen Rauchen und Haarausfall geben könnte. Menschen, die mehr als 20 Zigaretten am Tag rauchen, scheinen häufiger unter Haarausfall zu leiden als Nichtraucher. Darüber hinaus scheint es so, als begünstige Rauchen einige Krankheiten, die Haarausfall im jungen Alter auslösen können.

Einzelheiten zu den Studien zu Rauchen und Haarausfall

Das Rauchen tödliche Krankheiten wie Krebs und Erkrankungen des Herz – Kreislauf Systems auslösen kann ist schon lange bekannt. Eine Studie aus Taiwan, die 740 asiatische Männer untersucht hat, hat gezeigt, dass insbesondere bei hellhäutigen Männern ein Zusammenhang zwischen Rauchen und Haarausfall bestehen könnte. Andere Studien bestätigten diesen Verdacht und schlossen andere Faktoren, wie Vererbung, Krankheiten und Alter als Ursache aus. Die untersuchten Personen rauchten alle mehr als 20 Zigaretten am Tag.

Rauchen und Haarausfall

Hintergrundinformationen von Rauchen und Haarausfall

Unsere Haare entstehen in den Haarfollikeln. Wenn ein neues Haar wächst, dann ist es erstmal weich und elastisch – und vor allem lebendig. Erst wenn es durch das Follikel an die Oberfläche geschoben wird stirbt es ab und nimmt die Form an, die wir als Haar bezeichnen. Den Zusammenhang zwischen Rauchen und Haarausfall sehen die Forscher darin, dass Giftstoffe aus dem Zigarettenrauch die Bildung junger Haarzellen verhindern. Die Wachstumszellen in der Haarwurzel werden scheinbar durch die Toxine deaktiviert. Erreicht ein Haar in dem natürlichen Haarzyklus den Punkt, an dem es ausfällt, dann wird es für gewöhnlich durch ein neues Haar ersetzt. Zigarettenrauch, bzw. die Gifte aus dem Zigarettenrauch, scheinen ab einer gewissen Dosierung dafür zu sorgen, dass keine neuen Haare nachwachsen. Die Toxine sind also nicht dafür verantwortlich, dass die Haare ausfallen – das ist der normale Zyklus – aber sie sind dafür verantwortlich, dass der Haarausfall sichtbar wird.

Rauchen und Haarausfall – Effekte auf die Blutzirkulation

Haarfollikel müssen mit Sauerstoff, Mineralstoffen und Vitaminen versorgt werden, um richtig funktionieren zu können. Wenn die Zellen nicht ausreichend versorgt werden, dann kommt es zu Störungen im Wachstumszyklus der Haare. Bekanntermaßen verengt Nikotin die Blutgefäße – scheinbar ist es aber so, dass die Verengung in den Gefäßen der Kopfhaut teilweise permanent ist, die Durchblutung also dauerhaft gestört wird. So kommt es zu einer Mangelversorgung der Haarfollikel, die dadurch irgendwann absterben.

Rauchen und Haarausfall – Effekte auf die Organe und den Alterungsprozeß

Rauchen hat Auswirkungen auf unsere lebenswichtigen Organe. Wenn die Organe im Körper nicht richtig arbeiten können – oder die Menge an Giftstoffen, denen sie ausgesetzt sind nicht gewachsen sind – dann kann es zu Ansammlungen von Giftstoffen kommen, die die Funktion des Immunsystems beeinflußen können. Dadurch wird der Körper anfälliger für Krankheiten, die als Symptom unter anderem auch Haarausfall haben können. Gleichzeitig beschleunigt Rauchen den Alterungsprozess – und mit dem Alter kommt bekanntlich der Haarausfall.

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Die offensichtlichste Lösung für das Problem wäre, das Rauchen einfach aufzugeben. Die meisten Raucher tun sich allerdings schwer, ihr Laster ein für allemal zu beenden. Sprich mit einem Arzt über die Möglichkeiten, die Dir helfen, das Rauchen aufzugeben. Und selbst wenn Du nicht aufhören möchtest – jetzt kennst Du den Zusammenhang zwischen Rauchen und Haarausfall und kannst selbst entscheiden, ob der Qualm die frühzeitige Glatze wert ist.