Minoxidil gegen Haarausfall – alles, was Du wissen musst (Haarausfall – Guide Teil 4:)

Minoxidil gegen HaarausfallIn dieser Ausgabe beschäftigen wir uns mit Minoxidil gegen Haarausfall. Ich werde die verschiedenen Einnahmeformen vorstellen und mögliche Nebenwirkungen zeigen. Doch zuerst wie versprochen die

Behandlungsmethoden für Alopecia Areata

Man kann Alopecia Areata nicht heilen, aber es gibt einige Methoden, die das Ausmaß der Symptome eingrenzen können und die sehr effektiv sind. Bei den schwereren Stadien Alopecia Totalis oder Alopecia Universalis ist die Behandlung leider noch schwieriger und weniger effektiv.

Haartransplantationen kommen im Falle der Alopecia Areata als Behandlungsmethode leider nicht in Frage, denn es handelt sich um eine “Empfänger Dominante” Form des Haarausfalls. Mit anderen Worten: die Kopfhaut im Bereich der kahlen Stellen hat jegliches Potential für Haarwachstum verloren und kann deshalb auch keine Fremdhaare ernähren.

Patienten, deren Erkrankung auf die Behandlungsmethoden nicht ansprechen, bleibt nur der Griff zur Perücke (viele Krankenversicherungen übernehmen inzwischen die Kosten) oder zu anderen Kopfbedeckungen wie Tüchern oder Mützen. Aufgrund der unvorhersehbaren Entwicklung der Alopecia Areata sollte vorerst von Haarteilen und Toupets abgesehen werden. Unter Umständen ist das Haarteil schon nach wenigen Wochen nutzlos, wenn die Krankheit weiter fortschreitet. Ein Hautarzt erkennt, wenn sich die Krankheit stabilisiert hat und wann es Sinn macht, weitere Alternativen in Erwägung zu ziehen.

Alopecia Areata befällt auch Kinder. In diesem Fall sollten die Eltern das Kind bei der Auswahl der richtigen Perücke unterstützen und die Wünsche des Kindes akzeptieren. Gerade in der Kindheit entwickelt sich das Selbstbewusstsein des Kindes aufgrund des Aussehens und der Außenwirkung. Es gibt Selbsthilfegruppen für Betroffene jeden Alters.

Haarausfall durch Chemotherapie

Im Rahmen einer Chemotherapie werden Medikamenten eingesetzt, um sich schnell vermehrende Krebszellen zu vergiften und abzutöten. Krebszellen gehören zu den am schnellsten wachsenden Zellen des Körpers – sowie unter anderem auch die Zellen, die für das Wachstum von Haaren und Nägeln verantwortlich sind. Die Chemotherapie tötet also erfolgreich die Krebszellen, greift aber auch häufig die Wachstumszellen an und verursacht dadurch Haarausfall und Störungen im Wachstumszyklus von Finger- und Fußnägeln. Kein Wachstumsmittel, Shampoo oder anderes Präparat kann den Haarausfall bei einer Chemotherapie stoppen oder aufhalten. Die gute Nachricht ist, dass in den meisten Fällen nach Beendigung der Chemotherapie wieder neue Haare nachwachsen und auch der Nagelzyklus sich wieder normalisiert.

Medikamente und Salben gegen Haarausfall

Pharmazeutischen Behandlungsmethoden gegen Haarausfall nutzen künstlich hergestellte chemische Substanzen, um die Struktur oder die Funktion der Haarfollikel zu beeinflussen und dadurch den Haarausfall zu stoppen neues neues Haarwachstum anzuregen. Einige Medikamente weiten verengte oder verstoppfte Haarfollikel, so dass sie wieder neue Haare bilden können. Die Medikamente gegen Haarausfall werden sowohl zur Behandlung von temporärem, als auch zur Behandlung von chronischem Haarausfall eingesetzt, der schleichend einsetzt und mit der Zeit zu immer schnellerem Verlust der Haare führen.

Diese Medikamente werden auf die Haut aufgetragen, oral eingenommen oder injiziert und es gibt sie verschreibungspflichtig und frei verkäuflich. Die verschreibungspflichtigen Varianten sind normalerweise sehr stark und bringen oft starke Nebenwirkungen mit sich, wenn sie nicht richtig angewendet werden.

Frei verkäufliche Mittel enthalten, wie die verschreibungspflichtigen Präparate, aktive Inhaltsstoffe, die die Struktur und die Funktion des Körpers beeinflussen, um die Krankheit zu heilen. Allerdings sind sie so ausgelegt, dass sie gegen weniger aggressiv wirken, als verschreibungspflichtige Mittel gegen Haarausfall, und damit auch weniger Nebenwirkungen haben. Ihr Einsatzgebiet sind Krankheitsbilder, die nicht zwangsläufig eine Diagnose vom Facharzt brauchen und von den Betroffenen selbst gefahrlos behandelt werden können.

Minoxidil gegen Haarausfall

Minoxidil gehört zu der Gruppe der Haarwachstums – Stimulatoren. Die orale Form von Minoxidil ist ein verschreibungspflichtiges Medikament, das ursprünglich zur Behandlung von Bluthochdruck entwickelt wurde. Man fand heraus, dass Minoxidil gegen Haarausfall, indem es das neue Wachstum von Körperhaaren anregt, sofern es regelmäßig und täglich eingenommen wird.

Nach dieser Erkenntnis begann die Forschung an weiteren Einsatzgebieten für Minoxidil gegen Haarausfall und es wurde die topische Form entwickelt, die als Salbe auf die Haut aufgetragen wird. Diese Salben sind frei verkäuflich und unter den Markennamen HealthGuard (Bausch & Lomb Pharmaceuticals) in 2 prozentiger Konzentration, sowie unter dem Markennamen Rogaine bzw. Regaine (Pharmacia & Upjohn) zu 5 % konzentriert erhältlich. Beide Formeln sind ausreichend getestet und als wirksam zur Stimulierung von Haarwachstum sowohl bei Männern, als auch bei Frauen befunden. Nach Angaben der Hersteller bewirken diese Salben bei Frauen insbesondere eine Anregung der Wachstumszellen im Stirnbereich.

Schwangere und stillende Frauen sollten Minoxidil in jeder Form meiden. Generell sind die hochdosierten Formen von Minoxidil gegen Haarausfall bei Frauen nicht geeignet, weil es bei einer hohen Dosierung zu einem vermehrten Wachstum der Haare im Gesicht und weiteren Problemen kommen kann.

Minoxidil gehört zu der Gruppe der “Dosierungs – abhängigen” Medikamente. Das bedeutet, dass die Behandlung fortlaufend erfolgen muss, um eine erfolgreiche Behandlung zu gewährleisten. Rogaine in normaler Konzentration muss mindestens zweimal täglich auf die trockene kopfhaut aufgetragen werden und dort mindestens vier Stunden einwirken, und die Behandlung muss über einen Zeitraum von mindestens vier Monaten erfolgen. Nach Angaben der Hersteller gibt es aber Formeln, die viel schneller (innerhalb von 45 Tagen) wirken.

Der Einsatz von oralem Minoxidil gegen Haarausfall kann einen starken Abfall des Blutdrucks, eine gesteigerte Herzfrequenz und eine Gewichtszunahme durch Wassereinlagerungen mit sich bringen. Die selben Nebenwirkungen treten manchmal bei den Salben auf, wenn es zu einer erhöhten Aufnahme des Wirkstoffs durch eine entzündete oder veränderte Kopfhaut kommt. Das bedeutet, dass Menschen mit Herzfehlern oder Herzkrankheiten auf die Einnahme von Minoxidil gegen Haarausfall verzichten sollten und Menschen mit einem erhöhten Blutdruck Rücksprache mit ihrem Arzt halten müssen, ob der Einsatz sicher ist. Topisches Minoxidil sollte niemals mit anderen Salben und Cremes kombiniert werden. Mögliche Nebenwirkungen der Salben sind Hautreizungen, Jucken, Schwellungen, Überempfindlichkeit und die Bildung von Quaddeln.

Weitere Artikel über Minoxidil gegen Haarausfall

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Ein Vergleich von Minoxidil – haltigen Medikamenten(Provillus) und natürlichen Alternativen

Bisher erschienene Folgen der Serie “Haarausfall – Guide”

Der Haarausfall – Guide – Teil 1: Einleitung
Haarausfall wird nicht durch Vitamin – Mangel oder das Tragen von Hüten verursacht (Haarausfall – Guide Teil 2)
Alopecia Areata – der kreisrunde Haarausfall (Haarausfall – Guide Teil 3)

Damit geht der vierte Teil der Serie “Der Haarausfall – Guide” zu Ende. Nachdem ich hier das Medikament Minoxidil gegen Haarausfall vorgestellt habe, geht es beim nächsten Mal um andere Mittel gegen Haarausfall.

Natürliche Mittel gegen Haarausfall – eine echte Alternative?

Wenn ein Betroffener feststellt, dass er Haare verliert, dann ist in der Regel erstmal Panik angesagt. Hat sich diese einmal gelegt, dann kann er anfangen, nach den Ursachen für seinen Haarausfall zu suchen. Einigen Menschen ist der Haarausfall vererbt worden, viel häufiger stecken aber nicht-genetische Gründe hinter den ausfallenden Haaren. Für diese Menschen gibt es Produkte gegen Haarausfall, die sie vor einer Glatze in jungen Jahren bewahren können.

Doch bevor wahllos Produkte eingekauft und getestet werden eine Bitte vorweg: Gehen Sie zum Arzt! Klären Sie, ob medizinische Ursachen hinter den Symptomen stecken, und lassen Sie diese professionell behandeln! Wenn ernste Gründe hinter dem Haarausfall stecken, sollten Sie auf keinen Fall Symptome bekämpfen. Das wäre, als würden Sie einem kranken Baum, der Blätter verliert, mit Klebstoff neue Blätter ankleben und ihn für gesund erklären. Wenn aber keine ernsthaften medizinischen Gründe im Weg stehen, dann können Sie mit der Selbstbehandlung beginnen.

Es gibt Produkte und Mittel gegen Haarausfall, die diesen stoppen oder sogar umkehren können. Es mangelt nicht an Auswahl, das Problem ist nur, dass alle Produkte so ziemlich dasselbe Versprechen. Das Einzige was variiert ist der Werbeslogan. Das Eine verspricht Haare bis zur Kniekehle in nur 12 Wochen, dass Nächste 80 % mehr Haarwachstum als in der Jugend. Die Schwierigkeit ist die Spreu vom Weizen zu trennen und die besten und effektivsten Haarmittel zu erkennen.

Viele Menschen sorgen sich heutzutage um Chemikalien, die wir den ganzen Tag über die Haut oder von innen durch die Nahrung oder Medikamente oder einfach durch die Umgebung aufnehmen. Gifte aus der Umwelt lagern sich im Körper ab und erzeugen Problem wie Akne oder Ähnliches. Dasselbe gilt natürlich auch für Haarausfall Produkte, die ja immerhin in direkten Kontakt mit der Haut kommen und so natürlich auch vom Körper aufgenommen werden. Eine grundlegende Entscheidung ist also, ob Sie natürliche Mittel gegen Haarausfall verwenden, die oft recht frisch auf dem Markt sind, oder ob Sie die traditionellen Präparate vorziehen, die aber oft zu einem größeren Anteil aus Chemikalien bestehen, die im Verdacht stehen, einige Nebenwirkungen mitzubringen.

Allen Skeptikern sei gesagt, dass natürliche Haarprodukte funktionieren! Es gibt inzwischen viele Studien, die belegen, dass die Naturmittel den Chemiebomben in nichts nachstehen. Allerdings benötigen alternative Mittel gegen Haarausfall ein wenig mehr Zeit, bis sie die gewünschten Resultate liefern. Viele Ungeduldige tendieren dazu, sofort Ergebnisse sehen zu wollen. Die chemischen Produkte wirken tatsächlich auch schneller, doch es gibt einen entscheidenden Unterschied; häufig beginnt der Haarausfall wieder von Neuem, sobald die Einnahme eines chemischen Mittels gestoppt wird. Bei der natürlichen Alternative scheint der Haarausfall dauerhaft gestoppt zu sein.

Sie werden eine Vielzahl unterschiedlicher Produkte im Internet finden. Recherchieren Sie gründlich und vergessen Sie bei der Wahl des richtigen Präparats nicht, dass bei einem Mittel gegen Haarausfall die Langzeitwirkung zählt, nicht die Geschwindigkeit, in der es wirkt!

5 Kräuter, die bei Haarausfall helfen können

Haarausfall ist ein ernstes Problem für Menschen über 35, insbesondere Männer. Viele Betroffene sind von den Haarausfallmitteln auf dem Markt enttäuscht, weil sie einfach nicht halten, was sie versprechen. Die Folgen von Haarausfall sind vielfältig. Betroffene haben häufig ein geringes Selbstwertgefühl, emotionalen Stress oder sogar Probleme im Umgang mit ihren Mitmenschen.

Wenn Du nach alternativen Behandlungsmethoden für Deinen Haarausfall suchst, dann bist Du auf dieser Seite richtig. Lies weiter, und Du wirst einige Kräuter kennenlernen, die Du einsetzen kannst, um Deinen Haarausfall zu mildern. Diese Kräuter erhöhen die Durchblutung der Kopfhaut und regen das Haarwachstum an.

Kamille

Diese Blume ist für ihre stark beruhigende Wirkung bekannt und wird schon seit Jahrhunderten als Schlafmittel eingesetzt. Kamille kann aber auch als Mittel gegen Schuppen eingesetzt werden, die auch zu Haarausfall auslösen können. Wenn Du Deine Kopfhaut mit Kamillenöl einreibst, hilfst Du ihr gesunde Kapillaren zu bilden, die die Follikel mit frischem Blut versorgen und so das Haarwachstum verbessern.

Dong Quai (Angelica sinensis)

Dieses chinesische Kraut enthält Phyto-Östrogene und soll die Bildung von DHT reduzieren, welches direkt zu Haarausfall führt. Studien haben gezeigt, dass Phytoöstrogene den Haarausfall stoppen und sogar zu neuem Haarwachstum führen können. Dong Quai ist bei chinesischen Frauen außerdem als Mittel gegen Menstruationsprobleme beliebt. Es löst Krämpfe und reguliert den Zyklus.

Ginseng

Ginseng regt das Haarwachstum an und verbessert die Durchblutung der Kopfhaut. Es liefert außerdem wichtige Nährstoffe für die Haare und stärkt die Haarstruktur. Ginseng ist für seine breite gesundheitliche Wirkung bekannt. Es senkt den Cholesterinwert, steigert die Lebenskraft, beseitigt Müdigkeitserscheinungen und kann sogar den Blutzuckerspiegel bei Diabetes senken.

He Shou Wu (Fo Ti)

Dies ist ein weiteres chinesisches Kraut, dass seit Jahrhunderten eingesetzt wird und ein Inhaltsstoff vieler kommerzieller Mittel gegen Haarausfall ist. He Shou Wu soll die Pigmente in den Haaren halten, also gegen vorzeitiges Ergrauen helfen, und vorzeitigen Haarausfall verhindern. Es gibt außerdem Studien, die gezeigt haben, dass dieses Kraut das Immunsystem stärkt und die Bildung roter Blutkörperchen anregt, die benötigt werden, um den Körper mit Sauerstoff zu versorgen.

Rosmarin

Die wachstumsanregende Wirkung von Rosmarin ist weit bekannt. Diese Pflanze wurde schon von den alten Ägyptern eingesetzt und die Römer bezeichneten sie als eine heilige Pflanze der Götter. Rosmarin soll Haarausfall verlangsamen oder sogar stoppen. Rosmarinöl kann gegen Schuppen eingesetzt werden, indem die Kopfhaut damit eingerieben wird.

Diese fünf Kräuter kannst Du ausprobieren, um Deine Haarausfallprobleme in den Griff zu bekommen. Wer weiß, vielleicht ist das eine richtige dabei, dass Dich endlich von dem Problem befreit.

Androgenetische Alopezie (Anlagebedingter Haarausfall)

Androgenetische Alopezie – Die Krankheit

Androgenetische Alopezie ist sowohl bei Männern als auch bei Frauen die häufigste Form des Haarausfalls. Etwa 95 % der Haarausfallfälle lassen sich auf diesen anlagebedingten Haarausfall zurückführen. Mit steigendem Alter nimmt der durch Androgenetische Alopezie bedingte Haarausfall stetig zu, wobei es bei Männern oft zu einer Vollglatze kommt, während sich bei Frauen lediglich das Haupthaar lichtet. weiterlesen