Haarausfall Ursachen – wie hängt Stress mit Haarausfall zusammen?

Haarausfall Ursachen - Stress etc.Als Haarausfall Ursachen sind viele Umstände im Gespräch. So kommen Stress, Anspannung, Vererbung oder auch ganz andere Faktoren als Haarausfall Ursachen infrage. Doch die Antwort ist nicht ganz so einfach. Um den Ursachen ein bisschen näher zu kommen, hier eine Übersicht über den aktuellen Stand der Wissenschaft.

Normaler Haarausfall, Ursachen:

Wir alle verlieren um die 100 Haare am Tag. Bei etwa 100.000 Haaren, die auf der gesamten Kopfhaut verteilt sind, fällt das aber nicht auf. Zu natürlichem Haarausfall kommt es aus folgenden Gründen:

Natürlicher Haarzyklus: Die durchschnittliche Lebensspanne eines Haares beträgt 4,5 Jahre. Nach dieser Zeit fällt ein Haar aus und wird innerhalb von 6 Monaten durch ein neues Haar ersetzt.

Styling: Shampoo, die Verwendung eines Haarföhns oder häufiges Kämmen können Haarausfall verursachen. Die meisten tun es täglich, aber auch dies fällt nicht wirklich auf.

Alterung: Ab dem Alter von 30 Jahren (und bei einigen auch früher) vermehrt sich die Haarmenge, die sowohl Männer wie auch Frauen täglich verlieren.

Erblicher Haarausfall, Ursachen:

Das Problem an genetisch bedingtem Haarausfall ist nicht, wie viele denken, dass übermäßig viele Haare ausfallen. Das Problem ist, dass zu wenig Haare nachwachsen, sodass die ausgefallenen Haare nicht vollständig ersetzt werden. Erblicher Haarausfall wird mit folgenden Faktoren in Verbindung gebracht:

Geschlecht: Erblicher Haarausfall kommt häufiger bei Männern als bei Frauen vor.

Alter: Ab dem Alter von 30 Jahren verlieren 25 % aller Männer ihre Haare in einer größeren Geschwindigkeit, als sie nachwachsen können. Ab dem Alter von 60 sind 2 von 3 Männern davon betroffen.

Hormone: Der erbliche Haarausfall wird durch das Hormon Testosteron ausgelöst. Frauen mit einem höheren Testosteronlevel verlieren mehr Haare (bzw. richtiger: Sie bilden langsamer neue Haare nach) als Frauen mit einem niedrigeren Testosteronspiegel. Aus demselben Grund sind auch Männer häufiger betroffen.

Stress und Anspannung als Haarausfall Ursachen:

Du hast wahrscheinlich schon mal gehört, dass Stress Haarausfall verursachen könnte, und es ist tatsächlich wahr. Zu viel physischer oder emotionaler Stress, wie er zum Beispiel durch Krankheiten, Verletzungen oder Operationen ausgelöst werden kann, verursacht Haarausfall auf zwei unterschiedliche Arten:

Der häufigere Typ wird Telogen Effluvium genannt. Bei dieser harmloseren Variante von Haarausfall hört das Haar auf zu wachsen und “schlummert” für 2 – 3 Monate, bis es schließlich ausfällt. Danach wächst es innerhalb von 6 – 9 Monaten nach.

Der andere Typ von Stress-bedingtem Haarausfall ist als Alopecia Areata, oder kreisrunder Haarausfall, genannt. Ausgelöst wird er, weil sich das Immunsystem des Betroffenen gegen den eigenen Körper richtet und die weißen Blutkörperchen damit beginnen, die Haarfollikel zu attackieren. Bei dieser Form des Haarausfalls fallen die Haare innerhalb weniger Wochen und häufig auch büschelweise aus. Neben den Kopfhaaren sind häufig auch die Körperhaare, die Wimpern und die Augenbrauen betroffen. Bei der Alopecia Areata wachsen die Haare manchmal von alleine wieder nach, sehr häufig ist aber auch eine medizinische Behandlung notwendig.

Andere Faktoren als Haarausfall Ursachen:

Es gibt weitere Faktoren, die als mögliche Haarausfall Ursachen gelten. Dazu gehören unter anderem die Folgenden:

Krankheit
Hormonelle Schwankungen
Schwangerschaft, Geburt oder die Einnahme der Anti-Babypille
Nervosität
Chemotherapie

Weiter Informationen zu Haarausfall Ursachen

Haarausfall Ursachen: Alopecia Areata
Stressbedingter Haarausfall
Haarausfall Ursachen: Warum gibt es unterschiedliche Formen von Haarausfall?

Wenn Deine Haare weniger werden oder Du den Eindruck hast, dass Du kahle Stellen bekommst und Du bist nicht im typischen Alter, sondern ein Teenager oder um die 20, dann solltest Du zu einem Arzt gehen. Er wird Dich genau untersuchen, Dir eventuell ein geeignetes Arzneimittel verschreiben oder, wenn ausreichend, ein milderes Mittel gegen Haarausfall, wie zum Beispiel Procerin empfehlen. Und wenn Du über 30 bist und vermutest, dass Stress dahinter stecken könnte, dann wäre es eine gute Idee einen Gang runter zu schalten und Deinem Körper eine Pause zu gönnen! Wie auch immer solltest Du alles Erdenkliche tun, um die Haarausfall Ursachen zu finden und den Haarausfall zu stoppen.