Haarausfall bei Frauen – Normal?

Haarausfall bei FrauenFrüher odeer später trifft es jeden: Haarausfall. Was tun gegen Haarausfall ist somit eine Frage, die sich immerhin 50 % aller Männer bis zum Alter von 50 Jahren stellen müssen, denn so viele Männer leiden unter Haarausfall in der einen oder anderen Form. Und Frauen? Auch Frauen sind von Haarausfall betroffen – immerhin 20 Millionen Frauen leiden weltweit in jeder Generation irgendwann unter Haarausfall. Allerdings wird bei Frauen häufig eines übersehen: Haarausfall ist völlig normal und bei Frauen findet eine gebündelte Form des Haarausfalls statt, die nicht Krankheitsbedingt ist.

Warum fallen Frauen büschelweise Haare aus – und es ist normal?

Die Haare unterliegen einem Wachstumszyklus, der sich von Person zu Person in der Dauer unterscheidet. Bei einigen bleibt ein Haar 5 Jahre auf dem Kopf, bevor es durch ein nachwachsendes Haar ausgetauscht wird, bei anderen dauert der selbe Zyklus 7 Jahre. Diese Zeitspanne bezieht sich immer auf einzelne Haare – dass bedeutet, dass ein stetiger Haarausfall stattfindet, der von den Betroffenen nicht als solcher bemerkt wird. Bis zu 100 Haare am Tag zu verlieren ist normal – und unter bestimmten Umständen auch mehr.

Bei Frauen kann es zu einem synchronen Haarausfall kommen, wenn starke Hormonschwankungen stattfinden. Dies geschieht zum Beispiel nach einer Schwangerschaft oder beim Eintritt in die Wechseljahre.

Haarausfall nach einer Schwangerschaft

Haarausfall nach einer Schwangerschaft ist normal. Die Ursache liegt bei einem verlängerten Haarzyklus und einem vermehrten Haarwachstum während der Schwangerschaft. Sicher hast Du schon einmal erlebt, dass Schwangere unheimlich schöne Haut und volle Haare haben. Dies kommt durch die Hormonumstellungen, die während der Schwangerschaft stattfinden. Tatsächlich haben Schwangere mehr Haare als Nicht-Schwangere, dies kommt durch verzögerten Haarausfall, so dass einfach mehr Haare gleichzeitig bleiben. Allerdings normalisiert sich die Anzahl der Haare nach der Schwangerschaft wieder, und zwar durch Haarausfall. Wenn also nach der Schwangerschaft Haarbüschel in der Bürste bleiben, dann sind dies einfach nur überschüssige Haare, die sonst früher ausgefallen wären. Es ist also keine Veränderung von “Normal” zu “Weniger”, sondern von “Viel” zu “Normal”. Kein Grund zur Panik also!

Haarausfall in den Wechseljahren

Die zweite große Veränderung im Leben einer Frau, die zu Haarausfall ohne krankhaften Hintergrund führt, ist der Eintritt in die Wechseljahre. In dieser Zeit verändern sich eine Vielzahl von Hormonen – und durch diese Veränderung kommt es wie bei der Schwangerschaft zu Haarausfall, der aber nur temporär ist. In den Wechseljahren kommt es allerdings tatsächlich zu einer Veränderung von “Normal” zu “Weniger” und aus diesem Grund stellen Frauen auch in dieser Zeit zum ersten Mal kahle Stellen fest – was eine zusätzliche Panik auslöst. Doch diese Panik ist unbegründet, denn sobald die Hormonlevel sich wieder normalisieren kommt das Haar zurück.

Auch noch interessant:

Haarausfall bei Frauen ist also weiter verbreitet als angenommen, aber in den meisten Fällen alles andere als bedrohlich und nicht permanent. Bevor man sich zu Panikattacken hinreißen lässt ist ein Besuch beim Spezialisten angesagt, der den wahren Hintergrund des Haarausfalls feststellen kann.