Alopecia areata

Was ist Alopecia areata?

Alopecia areata bezeichnet eine kreisrunde Form des Haarausfalls, die lokal begrenzt ist und meistens an der Kopfbehaarung, bei Männern auch am Bart und in Ausnahmefällen an der Körperbehaarung festgestellt werden kann. Alopecia areata ist weit verbreitet und ist hierzulande die häufigste entzündliche Haarausfallerkrankung. Allein in Deutschland leiden schätzungsweise circa 1,4 Millionen Menschen an dieser Krankheit, deren Ursache noch weitestgehend unerforscht ist.

Die kreisrunden kahlen Stellen sind glatt und schuppen nicht. Die Haarfollikel im betroffenen Bereich werden nicht angegriffen. Häufig wird zusammen mit Alopecia areata auch eine Veränderung an den Fingernägeln festgestellt.

Heute vermutet man, dass eine Fehlfunktion der Immunzellen für die Krankheit verantwortlich ist. Diese könnten die Haarwurzeln als nicht dem eigenen Körper zugehörig ansehen und ähnlich wie Bakterien oder Viren angreifen. Hinweis darauf ist die Entzündungsreaktion, die mit Alopecia areata einhergeht. Ob auch psychischer Stress bei der Krankheit eine Rolle spielt, ist unklar. Auch eine Vererbbarkeit kann nicht hundertprozentig nachgewiesen werden. Prinzipiell kann die Krankheit in jedem Lebensalter auftreten.

Behandlung

Auch wenn es für viele Betroffene schwer sein mag, der beste Umgang mit Alopecia areata ist es diese zunächst einmal einige Monate zu ignorieren, denn bei immerhin etwa 9 von 10 Betroffenen verschwinden die Symptome nach dieser Zeit ganz von alleine. Das erstmalige Auftreten der Krankheit ist in der Regel also kein Grund zur Panik. Auch gesundheitliche Beeinträchtigungen sind nicht zu befürchten.

Sollten die kahlen Stellen über einen längeren Zeitraum vorhanden sein, dann gibt es eine Reihe von Behandlungsmöglichkeiten, die mit dem Hausarzt besprochen werden können. Der erste Schritt ist in der Regel das Auftragen von kortisonhaltigen Cremes auf die betroffenen Stellen. Diese beschleunigen das Haarwachstum und wirken zudem gegen die angenommene Immunreaktion. In extrem hartnäckigen Fällen können auch Kortikoide unter die Haut gespritzt werden.

Fazit: Alopecia areata ist zwar aus ästhetischer Sicht eine überaus unerfreuliche Krankheit, es besteht allerdings keine Gesundheitsgefahr. Betroffene sollten sich nicht allzu viele Gedanken machen, denn die Krankheit verschwindet im Regelfall von alleine und ist auch bei hartnäckigen Fällen behandelbar.